ActiveLabel

Im Zeitalter der grafischen Benutzeroberflächen nimmt die Beschreibung von Dialogen, Menüs und Symbolleisten viel Raum in einer typischen Softwaredokumentation ein. Dabei ist es unerlässlich, die Namen von Menüs, Schaltflächen oder sonstige Beschriftungen auf der Benutzeroberfläche zu zitieren (zum Beispiel "Wählen Sie im Menü Datei den Eintrag Drucken..."). Natürlich müssen all diese Beschriftungen in der Dokumentation korrekt geschrieben sein und mit der Benutzeroberfläche der Software übereinstimmen.

Leider besteht im Rahmen des üblichen Dokumentationsprozesses die Gefahr, dass sich hier Diskrepanzen ergeben, weil die Software bis zum letzten Moment vor der Freigabe geändert wird und solche Änderungen nicht in jedem Fall in nachvollziehbarer Weise an die Dokumentationsabteilung weitergeleitet werden.

Grund für dieses Qualitätsproblem ist natürlich die Tatsache, dass es keine zentrale Pflege der Texte auf der Benutzeroberfläche gibt. In Anbetracht dieses Umstandes entstand die Idee zu unserer ActiveLabel-Technologie, die in dieser Form nur café solo besitzt . Der Grundgedanke ist, dass die Dokumentation auf die selben Ressourcen zugreift, derer sich auch die Entwicklungsabteilung für die Benutzeroberfläche der Software bedient. Voraussetzung ist hier natürlich, dass die Beschriftungen der Benutzeroberfläche nicht fest in den Quellen kodiert sind (aber das sollte sich heutzutage bei einem vernünftigen Softwareprojekt von selbst verstehen). Wenn sich nun also sämtliche Beschriftungen, Meldungen und sonstigen Texte für die Benutzeroberfläche in einer Datenbank oder in Ressource-Dateien befinden, auf die beim Kompilieren oder zur Laufzeit zugegriffen wird, was liegt dann näher als auch von Seiten der Dokumentation auf dieses Reservoir zuzugreifen? Unsere ActiveLabel-Technologie macht genau dies möglich.

Letzten Endes sind hiermit die Beschriftungen nicht mehr in der Dokumentation fest kodiert, sondern werden durch dynamische Referenzen auf die Ressourcen der zu dokumentierenden Software ersetzt. Dabei sorgen komfortable Assistenten dafür, dass dies schnell und einfach geschieht, während der Redakteur die Beschreibung verfasst. Zum Produktionszeitpunkt werden nun die Inhalte aus den Ressourcen angezogen, die somit auf dem aktuellen Stand sind. Egal, wie viele Beschriftungstexte in der Zwischenzeit geändert wurden: Die Dokumentation passt sich automatisch an.

Einen weiteren Vorteil bietet ActiveLabel bei Softwarelokalisierungen, die natürlich auch die Softwaredokumentation umfassen müssen. Hier kann man auf einfache Weise hybride Dokumente erstellen, die den Text in der Ausgangssprache enthalten, bei denen jedoch sämtliche Beschriftungen durch die Zielsprache ersetzt wurden. Auf diese Weise wird den Übersetzern die Arbeit wesentlich erleichtert, weil sie sich nicht selbst darum kümmern müssen, welches Menü wie heißt. Für den kompletten mehrsprachigen Dokumentationsprozess bedeutet dies noch einmal eine wesentliche Qualitätssteigerung und Kostensenkung.

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Zuletzt geändert am 1. Juli 2005

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