Ruhmeshalle
Keine Entwicklung kommt aus dem nichts, und ohne die Vorarbeit vieler kluger Köpfe wären wir niemals in der Lage gewesen, unser Produkt café solo zu entwickeln. Deshalb möchten wir an dieser Stelle die Verdienste folgender überragender Persönlichkeiten der XML-Welt würdigen:
Ohne Tim Berners-Lee säßen wir gar nicht hier, denn dann gäbe es gar kein World Wide Web, oder jemand anderes hätte es erfinden müssen. Im Jahr 1991 mache er am CERN in Genf seine bahnbrechende Erfindung, ohne die heute keine Hausfrau mehr Sommerröcke mit 14 Tagen Rückgaberecht bestellen könnte. Heute ist er als Vorsitzender des W3C noch immer für die Zukunft des Web verantwortlich. Erst kürzlich wurde er von der englischen Königin in den Rang eines "Knight Commander of the Order of the British Empire (KBE)" erhoben.
James Clark galt schon zu SGML-Zeiten (als es noch kein XML gab) als absolute Kapazität und Meister seines Faches, der Verarbeitung komplexester SGML-Strukturen. Es gibt nicht umsonst das geflügelte Wort "Everything works fine with SGML as long as James Clark is round the corner!". Mit jade hat er wohl die beste DSSSL-Engine aller Zeiten geschrieben, nachdem kaum anzunehmen ist, dass jemand nochmals nennenswerte Anstrengungen in diesem Bereich unternimmt. In der Frühzeit von XML waren sein Parser XP und sein XSLT-Prozessor anerkannter Stand der Technik.
Norman Walsh ist der Mann vor und hinter DocBook, dem wichtigsten XML-Vokabular für technische Dokumentation. Norman Walsh ist bekannt dafür, dass er DocBook wirklich zu jedem denkbaren Zweck benutzt, von Vortragsfolien angefangen bis über Einkaufszettel, selbst zum Programmieren! Als Autor der XSLT-Stylesheets für DocBook hat er auch der XSLT-Technologie entscheidende Impulse gegeben.
Michael H. Kay machte sich in der XML-Szene zunächst als Autor des XSLT-Prozessors Saxon einen Namen. Wenn wir sagen müssten, welche Software für uns am wichtigsten ist, würden wir ohne zu zögern Saxon diesen Rang einräumen. Wir könnten vielleicht zur Not noch Texte mit einem bloßen ASCII-Editor verfassen, aber ohne Saxon könnten wir nicht auskommen.
Weiterhin hat sich Michael Kay als Autor des mit Abstand besten Werkes über XSLT große Verdienste erworben. Derzeit leitet er beim W3C diejenige Arbeitsgruppe, die den neuen Stand von XSLT erarbeiten soll. Die Zukunft von XSLT ist ohne Michael Kay undenkbar!

